Aktivitäten

PESSIS

Die BAWO beteiligt sich an dem EU Projekt PESSIS “Promoting employers’ social services organisations in social dialogue”. Dieses hat als Ziel, den Mangel an qualitativen und quantitativen Daten über den Sozialen Dialog im Sektor der sozialen Dienstleistungen aus der Perspektive der Arbeitgeber in Europa zu beheben.
Im Zentrum des Projektes steht eine Bestandsaufnahme, um ein besseres Verständnis darüber zu erhalten, wie der Soziale Dialog in der Sozialwirtschaft in Europa organisiert und strukturiert (oder auch nicht) ist. Die Bestandsaufnahme soll auch dazu beitragen die bestehenden Barrieren, die eine bessere Kooperation der Arbeitgeber untereinander verhindern, zu verstehen.
Das Projektpartnerschaft unter der Leitung von  EASPD ( European Association of Service Providers for Persons with Disabilities) besteht aus acht anderen europäischen Organisationen, die  Anbieter  von sozialen Dienstleistungen in Brüssel vertreten (Caritas Europa, CEDAG, EPR, Eurodiaconia, Feantsa, Solidar, workability Europe) und zehn nationalen Partnern von NGOs aus verschiedenen europäischen Ländern, die die Bestandsaufnahmen in den beteiligten Ländern betreuen.  
weitere Informationen

Consensus Conference

Anfang Dezember 2010 fand in Brüssel im Auftrag der EU-Kommission eine Konsensus-Konferenz statt. Die Konferenz wurde vom belgischen EU Vorsitz und der Europäischen Kommission organisiert und von der FEANTSA vorbereitet. Die Konsens Konferenz ist eine Methode der EU zur besseren Umsetzung von gemeinschaftlichen Aufgabenstellungen. Im Vorbereitungsgremium war Heinz Schoibl für die BAWO aktiv. Mehr dazu im Bericht zur Consensus Conference von Heinz Schoibl. Weiterführende Informationen sind im Beitrag C_Consensus-Conference (Barbara Wolf-Wicha) der BAWO Festschrift "Wohnungslosenhilfe von A bis Z" zu finden.

AURORA plus

Die BAWO führte das Projekt in Österreich gemeinsam mit den operativen PartnerInnen Institut SRZ Stadt + Regionalforschung, Institut für Gesellschafts- und Sozialpolitik der Universität Linz, durch. Projektträger war die Volkshilfe Österreich. Ein breites Konsortium - bestehend aus Bundeskanzleramt, Sozialministerium, Bildungsministerium, Frauenministerium, regionaler Landesregierungen - Wien, Kärnten, Oberösterreich und Steiermark, SozialpartnerInnen – Arbeiterkammer Wien und Industriellenvereinigung, sowie dem österreichischen Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen – unterstützte das Projekt aktiv und als strategischer Partner.

Durch dieses breite Netzwerk von Akteuren und die strukturierte Einbeziehung der von Armut und sozialer Ausgrenzung Betroffenen, bot AURORA+ die Möglichkeit, in den ausgewählten Politikfeldern gesellschaftlich relevante Ergebnisse zu erzielen, einen effektiven Wandel zu beeinflussen, und Inhalte und Ergebnisse mit großer Reichweite und Effektivität zu verbreiten. Die Europäische Dimension wurde zu jeder Zeit einbezogen. Mehr Informationen

M-Phasis

Die BAWO beteiligte sich an einer internationalen Studie, die auf vergleichender Basis die Situation in den Mitgliedsländern der EU zur regelmäßigen Erfassung des quantitativen Ausmaßes von Wohnungslosigkeit sowie der professionellen Hilfen zur Bekämpfung von Wohnungslosigkeit erkundete. Auf dieser Grundlage sollen Initiativen dafür gesetzt werden, in den einzelnen Ländern reguläre Datenerfassungssysteme zum Monitoring von Wohnungslosenhilfe einerseits sowie zur Entwicklung der quantitativen Aspekte von Wohnungslosigkeit aufzubauen und zu implementieren.

Das Resultat der Studie wurde den 20 teilnehmenden Staaten zuerst in nationalen Treffen präsentiert. Zu diesem Zweck hat Heinz Schoibl von der BAWO einen Kurzbericht zur Lage in Österreich verfasst, der zur Vorbereitung auf den österreichischen gegenständlichen Workshop Anfang Oktober 2008 in Wien diente.

Die aus dem Treffen abgeleiteten Handlungsstrategien für Österreich sollen schrittweise auch auf gesamteuropäischer Ebene umgesetzt werden. Im September 2009 gab es in Paris die Abschlusskonferenz des M-Phasis Projekts, bei der die einzelnen Teilnehmerländer über ihren Prozess der Datenangleichung und den jeweiligen Stand berichteten. Auch die BAWO war auf der Konferenz vertreten und bekräftigte, die Vorgaben so weit als machbar umsetzen zu wollen.

Die EU-Vorgabe für die Volkszählung 2010: wohnungslose Menschen müssen gezählt werden. In Österreich übernimmt diese Aufgabe das statistisches Zentralamt, das mit Unterstützung der BAWO die notwendigen Daten zu Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe erhält. Im Rahmen des Prozesses werden dort, wo es bereits Zahlen über Wohnungslose gibt, peer reviews, also Überprüfungen durch Fachleute angeregt. 

Heinz Schoibl hat in einem Papier die Ergebnisse von Mphasis für Österreich kurz zusammen gefasst. 

Details zum Konzept des M-Phasis Projekts finden Sie in den Vorbereitungsunterlagen (english) zum nationalen Treffen.

Am 3. Oktober 2008 fand in Wien das erste Nationale Treffen statt. Vertreter der Sozialplanung aus dem Bundesministerium sowie aus den Bundesländern trafen zusammen, um die mögliche Vorgehensweise zur Datenerfassung von Wohnungslosigkeit zu besprechen. Volker Busch-Geertsema präsentierte eine Kurzfassung der Studie, die einen Überblick zum M-Phasis Projekt und der Kategorisierung der Daten verschafft.

Das Protokoll zum Nationalen Treffen ist verlaufsorientiert verfasst und enthält alle relevanten Links und Beschlüsse. (Minutes engl.)

 

AURORA.

Das Projekt AURORA., ein von der EU gefördertes Projekt gegen Armut, soziale Ausgrenzung und mangelnden Sozialschutz wurde von der BAWO gemeinsam mit der Volkshilfe, dem SRZ und der Initiative Minderheiten mitgetragen und dauerte von Jänner 2007 bis Jänner 2008. Dieses Informationsblatt gibt einen Überblick über das Projekt (Infosheet english). Zu Projektende von AURORA. wurde ein umfassender Bericht erstellt, der den Ablauf des Projekts und die im Rahmen von Aurora. stattgefundenen Aktivitäten wieder gibt.

2009 und 2010 gab und gibt es eine Fortsetzung des Projekts Aurora. Das Projekt Aurora plus nimmt die Erfahrungen aus Aurora. auf und entwickelt neue Wege aus der Armut, unter dem besonderen Schwerpunkt der Partizipation von Betroffenen sowie der Verbesserung der Rechtslage, indem eine fachspezifisch interdisziplinäre Arbeitsgruppe "Housing Rights Watch" gegründet wurde. Mehr zum Thema Housing Rights Watch.